KI-Governance & Compliance

Was leistet eine externe KI-Beauftragte?

Eine externe KI-Beauftragte verantwortet die Pflichten aus der EU-KI-Verordnung, ohne dass das Unternehmen eine eigene Vollzeit-Stelle dafür schaffen muss. Konkret: Inventarisierung der eingesetzten KI-Systeme, Risikoklassifizierung, Aufbau eines Governance-Rahmens, Schulungen nach Art. 4 KI-VO, Vorbereitung auf Audits. Im Mittelstand zwischen 20 und 500 Mitarbeitenden ist das Mandat oft der pragmatische Mittelweg zwischen interner Vollzeit-Rolle und „wir machen das nebenbei“.

Compliance allein reicht selten. In der Praxis hängt KI-Governance oft an Implementierungs-Fragen oder an Marketing-Themen, die parallel laufen. Ich verbinde diese drei Disziplinen, auch wenn auf dieser Seite die Compliance-Leistung im Vordergrund steht.

Sechs Bausteine

Konkrete Leistungen, die einzeln oder im Mandat kombiniert gebucht werden können.

01

KI-System-Inventarisierung

Welche KI-Systeme nutzt Ihr Unternehmen eigentlich? In den meisten Fällen mehr, als die Geschäftsführung vermutet. Verteilt auf SaaS-Tools, Marketing-Plattformen, eingebettete Funktionen. Ich verschaffe Ihnen einen vollständigen Überblick und ordne jedes System nach Risiko und Rolle ein. Das ist die Grundlage, ohne die jede weitere Compliance-Arbeit ins Leere läuft.

02

Risiko- und Konformitätsbewertung

Hochrisiko-KI hat strenge Auflagen, die in der Praxis viele Mittelständler überraschen. Wer hier zu spät dran ist, riskiert nicht nur Bußgelder, sondern auch verzögerte Markteinführungen. Ich begleite Sie durch die nötigen Bewertungs- und Dokumentations-Schritte, damit Sie auf Audits vorbereitet sind, bevor sie kommen.

03

ISO 42001 Vorbereitung (eigenständige Leistung)

Manche Kunden, Aufsichtsbehörden oder Geschäftspartner verlangen ein zertifiziertes Managementsystem für KI. Genau das leistet die internationale Norm ISO 42001. Ich begleite Sie von der ersten Bestandsaufnahme bis zur Audit-Reife, mit Fokus auf die Bereiche, die in der Praxis am häufigsten unterschätzt werden. Diese Leistung ist unabhängig vom Mandat als KI-Beauftragte buchbar.

04

Schulungen nach Art. 4 KI-VO

Seit Februar 2025 müssen Unternehmen die KI-Kompetenz ihrer Beschäftigten nachweisen, und zwar differenziert nach Rolle. Pauschale Online-Kurse reichen für Audits selten aus. Ich entwickle ein Schulungs-Konzept, das zu Ihrer Organisation passt, und liefere die dokumentierten Nachweise gleich mit.

05

Externe KI-Beauftragte (Mandat oder Interim)

Für die meisten Mittelständler lohnt sich keine eigene Vollzeit-Stelle für KI-Compliance. Eine externe Rolle deckt die Pflichten ab, ohne dass Sie Stelle, Onboarding und Weiterbildung selbst tragen müssen. Ob als laufendes Mandat mit monatlicher Sprechstunde oder als Interim für den Aufbau interner Strukturen. Ich übernehme die Verantwortung, die jemand tragen muss.

06

Governance-Framework

In vielen Unternehmen entscheiden Fachbereiche eigenständig, welche KI-Tools sie einführen, oft ohne Einbindung von IT, Datenschutz oder Geschäftsführung. Das wird spätestens bei einem Vorfall zum Problem. Ich baue mit Ihnen einen Governance-Rahmen auf, der Verantwortlichkeiten klärt, Freigabe-Prozesse definiert und Eskalationswege festlegt, pragmatisch dimensioniert nach Unternehmensgröße.

Vier Schritte vom Erstgespräch zur Übergabe

  1. Erstgespräch (kostenfrei, 30 Minuten) Wir klären, welche KI-Systeme bei Ihnen im Einsatz sind, welche Pflichten am dringlichsten sind und welche Form der Zusammenarbeit zu Ihrer Situation passt. Sie erhalten eine erste Einschätzung, ich bekomme genug Kontext, um ein konkretes Angebot zu machen.
  2. Mandats-Beginn mit Inventarisierung Erste 2 bis 4 Wochen sind die Inventarisierung. Ich arbeite mit Ihren Fachbereichen, IT und ggf. Datenschutzbeauftragten zusammen. Ergebnis: vollständige Liste der KI-Systeme mit Risikoklassifizierung, identifizierte Lücken, priorisierter Maßnahmenplan.
  3. Mandats-Phase (3–12 Monate) Umsetzung der priorisierten Maßnahmen. Monatliche Sprechstunde, schriftliche Quartalsberichte, ad-hoc-Verfügbarkeit für Vorfälle und neue KI-Einführungen. Anpassung bei Änderungen der Rechtslage.
  4. Übergabe oder Verlängerung Bei Ende des Mandats Übergabe an interne Rolle (mit Übergabe-Protokoll) oder Verlängerung als Dauer-Mandat. Letzteres ist im Mittelstand der Regelfall, weil eine eigene Vollzeit-Stelle in dieser Größenordnung selten wirtschaftlich ist.

Drei typische Buyer-Profile

Geschäftsführung im Mittelstand
Trigger

KI wird im Unternehmen eingesetzt, ohne dass jemand dafür formal verantwortlich ist. Aufsichts- oder Versicherungs-Anforderungen kommen ins Haus.

Typische Frage

„Wer kann das übernehmen, ohne dass wir eine eigene Vollzeit-Stelle schaffen müssen?“

Compliance- und Legal-Verantwortliche
Trigger

KI-VO-Pflichten landen auf dem Tisch, ohne dass intern KI-Expertise vorhanden ist.

Typische Frage

„Wir kennen DSGVO. Wie unterscheidet sich das?“

IT- und Datenschutz-Leitung
Trigger

KI-Tools werden eingeführt (oder sind schon im Einsatz), die unter Hochrisiko-Anforderungen fallen könnten.

Typische Frage

„Welche unserer Systeme sind kritisch, welche nicht?“

FAQ zu KI-Governance & Compliance

Wann braucht ein Unternehmen einen KI-Beauftragten?

Die EU-KI-Verordnung schreibt keine verpflichtende Rolle „KI-Beauftragter“ vor. Verpflichtend sind die Aufgaben aus Art. 4 (KI-Kompetenz), Art. 9 (Risikomanagement) und Art. 17 (Qualitätsmanagement). Diese müssen jemand verantworten. In der Praxis bündeln viele Mittelständler das in einer Rolle, intern oder extern. Spätestens, wenn Hochrisiko-KI eingesetzt wird oder mehrere Fachbereiche KI nutzen, ist eine klar zugeordnete Rolle praktisch unverzichtbar.

Was kostet ein externes KI-Beauftragten-Mandat?

Die Kosten hängen von Mandats-Umfang und Unternehmensgröße ab. Eckdaten: Inventar-Größe (Anzahl der eingesetzten KI-Systeme), Hochrisiko-Anteil, gewünschte Sprechstunden-Frequenz, Schulungs-Bedarf, Audit-Vorbereitung. Im Erstgespräch klären wir diese Eckdaten und Sie erhalten anschließend ein konkretes Angebot.

Wie unterscheidet sich KI-Compliance von Datenschutz-Compliance?

Beide Disziplinen überlappen, sind aber nicht identisch. Datenschutz-Compliance fragt: „Welche personenbezogenen Daten werden verarbeitet, wofür, mit welcher Rechtsgrundlage?“ KI-Compliance fragt zusätzlich: „Welche KI-Systeme setzen wir ein, in welcher Risikoklasse, mit welchen Pflichten zu Transparenz, Dokumentation, menschlicher Aufsicht?“ Bei Hochrisiko-KI kommt die Konformitätsbewertung hinzu, ein Schritt, den DSGVO so nicht kennt.

Brauchen wir ISO 42001, oder reicht die EU-KI-Verordnung?

ISO 42001 ist freiwillig, die EU-KI-Verordnung ist verpflichtend. Für viele Mittelständler reicht die saubere Erfüllung der KI-VO-Pflichten. ISO 42001 wird relevant, wenn Kunden oder Aufsicht es verlangen, wenn das Unternehmen selbst KI-Systeme als Anbieter in Verkehr bringt, oder wenn ein systematisches Managementsystem als strategische Entscheidung etabliert werden soll. Im Erstgespräch klären wir, ob ISO 42001 in Ihrem Fall sinnvoll ist.

Erstgespräch zu KI-Governance vereinbaren

Schreiben Sie mir, was bei Ihnen ansteht. Ich melde mich innerhalb von 24 Stunden zurück und wir vereinbaren ein 30-minütiges Erstgespräch. Kostenfrei, unverbindlich.

So erreichen Sie mich:

Direkt per E-Mail an
michele@heine.marketing

Oder per LinkedIn-Nachricht.